Der systematische Fokus auf mehr Schritte in der Physiotherapie während der stationären Gangrehabilitation nach Schlaganfall verbessert die Gangausdauer.
Ein wichtiges Ziel der Studie war es, während der Physiotherapie-Sitzungen (Personalressourcen-neutral) die Anzahl der Schritte innerhalb von 30 Minuten bei einer Zielherzfrequenz von 40–60 % der Herzfrequenzreserve zu erhöhen, gemessen mit einer Uhr zur Herzfrequenzmessung (am Handgelenk) und einem Schrittzähler (am Knöchel). In der regelversorgungsnahen pragmatischen Studie, in der mehr als 85 Therapeut*innen die Intervention an 12 Standorten als Teil der üblichen Versorgung durchgeführt hatten, verbesserte das Walk ‘n Watch-Protokoll die Gehausdauer bei (bedingt) gehfähigen Menschen mit subakutem Schlaganfall in einem Maß, das als klinisch relevant erachtet werden kann (insbesondere bei Einhaltung der Vorgaben). Die pragmatische Studie führte zudem zu klinisch bedeutsamen Verbesserungen der Gehgeschwindigkeit, des Gleichgewichts, der Mobilität und der Lebensqualität. Das Protokoll hat ein hohes Potenzial ohne großen Zusatzaufwand in der Versorgungumgesetzt zu werden.
Link Originalstudie:
https://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422(25)00201-7/abstract
Link Kommentarpublikation:
https://link.springer.com/article/10.1007/s15005-026-4633-3
Referiert von: Prof. Dr. med. Thomas Platz, Greifswald